Eucharistiefeier zu Maria Lichtmess

So, 1. Februar 2026, 10.00 Uhr

Mitgestaltet wird die Feier von den Kindern der 2. Klasse. Im Anschluss wird der Blasiussegen gespendet.

Der Ursprung von Lichtmess liegt in der biblischen Überlieferung: Maria und Josef brachten ihren 40 Tage alten Sohn Jesus in den Tempel von Jerusalem. Dort erkannte der greise Simeon in
dem Kind den verheissenen Erlöser und sprach von einem «Licht für die Völker». Diese Lichtsymbolik prägt das Fest bis heute. Ein sichtbares Zeichen dafür ist die Kerzenweihe, die traditionell zu Lichtmess stattfindet. Die geweihten Kerzen stehen für Hoffnung, Glauben und Schutz und begleiten viele Gläubige durch das Jahr.

Auch über die Kirche hinaus hatte Lichtmess früher grosse Bedeutung. In unserer Region galt der Tag als wichtiger Stichtag im bäuerlichen Jahr. Dienstverträge endeten, neue Arbeitsverhältnisse wurden geschlossen. Zudem wurde mit Lichtmess die Weihnachtszeit beendet – Christbäume und Krippen wurden abgebaut.

Mit dem Blasiussegen, der im Anschluss an den Gottesdienst gespendet wird, bittet die Kirche um Schutz vor Halskrankheiten und anderen Leiden. Der Segen geht auf den heiligen Blasius zurück, der als Bischof und Märtyrer verehrt wird.

Nicht zuletzt markiert Lichtmess einen Wendepunkt im Jahreslauf: Die Tage werden nun spürbar länger. Das zunehmende Licht wurde schon früher als Zeichen von Hoffnung und Neubeginn verstanden – ein Gedanke, der auch heute noch viele Menschen anspricht.